Lesung Oberhellmann

Die Lesung findet am 13.12.2013 um 19:00 Uhr in der Buchhandlung Oberhellmann in Lengerich statt. Die Autorin Anne Siegel wird Ausschnitte aus Ihrem Buch ‚Himmelsstürmerinnen‘ lesen und erzählen wie es zu diesem Buch gekommen ist.

Buchhandlung Oberhellmann
Bahnhofstrasse 20
49525 Lengerich

Lesung in der Buchhandlung R2

Am 05.12.2013 um 19:00 Uhr wird in Siegburg in der Buchhandlung R2 der Gebrüder Remmel das Buch ‚Himmelsstürmerinnen‘ vorgestellt. Die Autorin Anne Siegel wird anwesend sein und aus Ihrem Buch vorlesen.

R2 Bernstein-Verlagsbuchhandlung
Holzgasse 45
D-53721 Siegburg

W&V Interview

Die Journalistin Petra Schwegler von W&V hat über ‚Tanz der Zitronen‘ mit der Autorin ein aufsehenerregendes Interview geführt. Es wurde über 5000 mal über Facebook geteilt …

Auslieferung Tanz der Zitronen

Die ersten 3000 Bücher werden ab 12.10.2013 ausgeliefert.

Woodstock in Timbuktu – Kinotrailer

“Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands” ist ein Dokumentar­film über ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadi­schen Kultur eintritt. Regisseurin: Désirée von Trotha, 94min OmU

 

Woodstock in Timbuktu – Kinostart

Kinostart von ‚Woodstock in Timbuktu‘ am 16.05.2013 in deutschen Programmkinos. Die Liste der Kinos und Spieltermine finden Sie auf der Web-Site zum Film.

Woodstock in Timbuktu, die Kunst des Widerstands

Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dü­nen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen.

Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Be­gegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolo­nialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wie­der, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet.

Aktuell sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht.

“Gratulation an Bombino aus dem Niger! Er hat sich der Kalaschnikow ver­weigert und stattdessen zur Gitarre gegriffen!” Mit diesen Worten beginnt der Film nach einem Bühnenauftritt auf dem Festival.

Die Republik Mali ist ein Vielvölkerstaat, zählt zu den zehn ärmsten Län­dern der Welt und wurde wiederholt von bewaffneten Aufständen heimge­sucht. In diesem spannungsgeladenen Umfeld setzt sich das Festival au Désert für Völkerverständigung und dauerhaften Frieden ein.

Auch international bekannte Musiker der Kel Tamaschek begegnen dieser Herausforderung. Im Film kommen drei sehr unterschiedliche Bands zu Wort und Lied.

AMANAR wehrt sich in seinen Texten gegen eine zunehmende Diskriminie­rung, die das Volk der Kel Tamaschek erfahren muss. Seit dem Ende der französischen Kolonialzeit auf Sahara-Länder verteilt und durch Staats­grenzen auseinandergerissen, werden die Nomaden immer mehr zu Au­ßenseitern. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, sind ihre Kultur und traditionelle Lebensweise dem Untergang geweiht; wenn nicht gemeinsam dagegen angegangen wird und Unterstützung von außen kommt.

TARTIT ist eine Frauenband. Nachdem ihre Mitglieder in der 1990er Re­bellion der Kel Tamaschek aus ihrer Heimat fliehen mussten, begannen die Frauen in einem Flüchtlingslager in Burkina Faso, einem südlichen Nach­barland Malis, gegen die lähmende Trostlosigkeit des Exils zu musizieren. In ihren Liedern geht es um Sehnsucht und Liebe. Und sie erheben ihre Stimmen gegen Wassermangel, staatliche Ungerechtigkeiten und Krieg in ihrer Wüstenheimat. Bei den Kel Tamaschek leben Frauen und Männer traditionell gleichberechtigt. Auch ein Fakt, der zu Spannungen mit be­nachbarten afrikanischen Kulturen führt.

BOMBINO macht weltweit Karriere. Ihr Sänger Oumara wird in den USA als Jimi Hendrix der Sahara vermarktet. Seine poetischen Liedtexte zeich­nen ein Bild der blutigen Rebellionen vergangener Jahrzehnte, verbunden mit dem tief empfundenen Stolz des ehrenvollen Kämpfers. Im Zentrum steht der Fortbestand der bedrohten Kultur und der eigenen Sprache. Auch warnen Bandmitglieder vor den Folgen des weltweit zunehmenden Wett­laufs nach Rohstoffen und vor der unkontrollierten Ausbeutung der Sahara durch multinationale Konzerne, die den Lebensraum der Nomaden und damit die Unversehrtheit der Wüste zerstören.

Das Festival au Désert wehrt sich überdies gegen Vorurteile des Westens und wirbt für einen weltoffenen und friedfertigen Islam. Man spricht unver­hohlen über al-Qaida – „Feiglinge“ –, die wachsende Bedrohung des saha­rischen Friedens durch militante Salafisten und dem Wunsch nach einem dauerhaften Frieden in der Region.

Der informative, politische Dokumentarfilm der Regisseurin Désirée von Trotha entstand im Jahr 2012 in Koproduktion mit dem WDR, Redaktion Jutta Krug. Er wurde unterstützt von der FFF Bayern.

Eine Produktion der Münchner CINDIGOfilm GmbH