Señora Pawlowsky

Der Weg einer europäischen Frau zwischen den Ideologien des 20. Jahrhunderts

Die Übersetzerin Helga Pawlowsky erzählt ihr bewegtes Leben. Da ihre Eltern aus Deutschland stammten, jedoch in Spanien Familie gründeten, erlebte sie von Anfang an europäische Vielfalt: In Barcelona zwischen den Weltkriegen geboren. Einen Russen aus Lettland geliebt, der sich weigerte einen spanischen Pass zu beantragen. Nach fünf gemeinsamen Kindern endlich in Oslo geheiratet. Dann, nach dem frühen Tod des Mannes, aus der wirtschaftlichen Not heraus eine erfolgreiche Übersetzungsfirma aufgebaut, weil sie inzwischen sechs Sprachen sprach.

Señora Pawlowsky erzählt in dem Film zusätzlich zu äußeren Lebensstationen ihr inneres Erbe: Der Einfluss der Nazis, der Katholiken, der Trotzkisten, der Nationalisten, egal ob spanisch- oder deutschstämmig. Das durch Ideologien belastete Thema Frau. Wichtig waren ihr Freiheit, Menschlichkeit, Bildung und Lebensfreude. Immer wieder suchte sie nach einem Leben ohne ideologische oder religiöse Prägung und bewahrte sich trotz allem Optimismus und Humor.
Den 90. Geburtstag der Señora Pawlowsky feiern Kinder, Kindeskinder Freunde und Nachbarn in einem malerischen Dorf in den Pyrenäen.

Experimenteller Kurzfilm mit künstlerischen Installationen

Länge: 30 Minuten
Projektstand: Rohschnitt / Fundraising
Premiere: September 2018 bei den 11. Nordwalder Biografietagen

Mitwirkende:
Filmemacherin / Künstlerin (Installationen): Angelika Schlüter
Kamera (Dokumentarisches): Christophe Poulles
Editorin: Alina Cyranek
Produktion: Nicole Joens
Technik, Herstellungsleitung: Philip Joens
Fundraising / PR: Matthias Grenda