Filmproduktion

21.07.2014 Woodstock in Timbuktu im Moviemento Kino Linz

Filmgespräch

Am Montag den 21.07.2014 findet mit der Autorin und Filmemacherin Désirée von Trotha, im Moviemento Kino in Linz (Österreich) ein Filmgespräch zu ihrem preisgekrönten Film ‚Woodstock in Timbuktu, die Kunst des Widerstands‚ statt. Kartenreservierung unter: +43.732.784090

Für Afrika und Tuareg interessierte noch ein Hinweis auf ein wunderbares Buch von Désirée von Trotha: Die Enkel der Echse, Teil 1 und Teil 2 (464 Seiten, 74 Farbfotos)

„Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands” ist ein Dokumentar­film über ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadi­schen Kultur eintritt.

Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dü­nen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen.

Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Be­gegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolo­nialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wie­der, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet.

Großartige Rezension für ‚Woodstock in Timbuktu‘

Freude und Trauer, von jury (auf Amazon)

Ein Dokumentarfilm über ein Festival in der Wüste? Natürlich erwartet und erhält man Auftritte der teilweise inzwischen weltbekannten Gruppen, die in ihren Liedern stolz die alte Kultur der Tuarek vorstellen, aber auch engagiert für ihre Lebensrechte eintreten. Bekannt wurde der „Wüstenblues“-Gitarrist Ali Farka Touré, dessen 1995 mit Ry Cooder eingespieltes „Talking Timbuktu“ den Grammy als „Bestes Weltmusikalbum“ gewann.

Desirée von Trotha möchte aber mehr erreichen, als „nur“ zur Popularität dieser faszinierend weiten und elegischen Ethno-Musik, in der man die Unendlichkeit der Wüste und den gewaltigen Fluss des Nigers zu erkennen glaubt, beizutragen.

Sie möchte ein Zeitdokument zeichnen, in der die Situation des Volks, das sie mit weiten Armen aufgenommen hat und dem sie sich zugehörig fühlt, deutlich wird. Deutlich sollte dies insbesondere in den Ländern werden, die direkt oder indirekt daran beteiligt sind, aus Gier auf Bodenschätze und aus geostrategischen Überlegungen eine Jahrhunderte alte und nachhaltige Kultur zu vernichten. Darauf wird weiter unten noch detaillierter eingegangen.

Das dritte Anliegen des Film brauchte nicht extra erwähnt zu werden – es wird dem Betrachter schnell bewusst, mit welchem Stolz die Schönheit der Wüste und ihrer Bewohner in Harmonie mit ihrer charakteristischen Musik festgehalten und präsentiert wird.

Das von den Kel Tamaschek, wie sich ein Teil der Tuarek nennt, traditionell genutzte Gebiet erstreckt sich über die Südhälfte Algeriens, die westliche Region Libyens, die nordwestliche Hälfte des Niger und den gesamten Norden Malis. Dieses Volk kann auf eine lange Tradition zurückblicken – sie haben über Jahrhunderte bewiesen und inzwischen ist auch vielen hier bewusst, dass ihre Art der Viehwirtschaft im Gegensatz zu jeder Form „moderner“ Landwirtschaft unbestreitbar als nachhaltig einzustufen ist.

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Wüstenzeit im ZDF! 25.01.2014 18:00 ML mona lisa

Wüstenzeit im ZDF!

Am Samstag, den 25. Januar entführt Désirée von Trotha um 18:00 im ZDF ‚ML mona lisa‘ in die Sahara. Derzeit bereitet sie in in der Wüste Assouf – Heimat und Exil vor. Teil Zwei ihrer Kino-Dokumentarfilm Trilogie. Teil Eins Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands feierte deutschlandweit erfolgreich seinen Kinostart im Mai 2013. 

Der Film erschien im Oktober 2013 auf DVD und im Januar 2014 brachte die Band AMANAR aus Nordmali, vor ausverkauftem Haus in der Volksbühne, das Berliner Publikum zum Jubeln… Musik statt Krieg! Konsequent tritt Désirée von Trotha seit über zwanzig Jahren mit Büchern und Filmen für den Erhalt der Tuareg-Kultur ein und lebt selber sechs Monate des Jahres in der Wüste.

Woodstock in Timbuktu – Kinotrailer

“Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands” ist ein Dokumentar­film über ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadi­schen Kultur eintritt. Regisseurin: Désirée von Trotha, 94min OmU

Woodstock in Timbuktu – Kinostart

Kinostart von ‚Woodstock in Timbuktu‘ am 16.05.2013 in deutschen Programmkinos. Die Liste der Kinos und Spieltermine finden Sie auf der Web-Site zum Film.

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Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dü­nen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen.

Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Be­gegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolo­nialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wie­der, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet.

Aktuell sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht.

“Gratulation an Bombino aus dem Niger! Er hat sich der Kalaschnikow ver­weigert und stattdessen zur Gitarre gegriffen!” Mit diesen Worten beginnt der Film nach einem Bühnenauftritt auf dem Festival.

Die Republik Mali ist ein Vielvölkerstaat, zählt zu den zehn ärmsten Län­dern der Welt und wurde wiederholt von bewaffneten Aufständen heimge­sucht. In diesem spannungsgeladenen Umfeld setzt sich das Festival au Désert für Völkerverständigung und dauerhaften Frieden ein.

Auch international bekannte Musiker der Kel Tamaschek begegnen dieser Herausforderung. Im Film kommen drei sehr unterschiedliche Bands zu Wort und Lied.

AMANAR wehrt sich in seinen Texten gegen eine zunehmende Diskriminie­rung, die das Volk der Kel Tamaschek erfahren muss. Seit dem Ende der französischen Kolonialzeit auf Sahara-Länder verteilt und durch Staats­grenzen auseinandergerissen, werden die Nomaden immer mehr zu Au­ßenseitern. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, sind ihre Kultur und traditionelle Lebensweise dem Untergang geweiht; wenn nicht gemeinsam dagegen angegangen wird und Unterstützung von außen kommt.

TARTIT ist eine Frauenband. Nachdem ihre Mitglieder in der 1990er Re­bellion der Kel Tamaschek aus ihrer Heimat fliehen mussten, begannen die Frauen in einem Flüchtlingslager in Burkina Faso, einem südlichen Nach­barland Malis, gegen die lähmende Trostlosigkeit des Exils zu musizieren. In ihren Liedern geht es um Sehnsucht und Liebe. Und sie erheben ihre Stimmen gegen Wassermangel, staatliche Ungerechtigkeiten und Krieg in ihrer Wüstenheimat. Bei den Kel Tamaschek leben Frauen und Männer traditionell gleichberechtigt. Auch ein Fakt, der zu Spannungen mit be­nachbarten afrikanischen Kulturen führt.

BOMBINO macht weltweit Karriere. Ihr Sänger Oumara wird in den USA als Jimi Hendrix der Sahara vermarktet. Seine poetischen Liedtexte zeich­nen ein Bild der blutigen Rebellionen vergangener Jahrzehnte, verbunden mit dem tief empfundenen Stolz des ehrenvollen Kämpfers. Im Zentrum steht der Fortbestand der bedrohten Kultur und der eigenen Sprache. Auch warnen Bandmitglieder vor den Folgen des weltweit zunehmenden Wett­laufs nach Rohstoffen und vor der unkontrollierten Ausbeutung der Sahara durch multinationale Konzerne, die den Lebensraum der Nomaden und damit die Unversehrtheit der Wüste zerstören.

Das Festival au Désert wehrt sich überdies gegen Vorurteile des Westens und wirbt für einen weltoffenen und friedfertigen Islam. Man spricht unver­hohlen über al-Qaida – „Feiglinge“ –, die wachsende Bedrohung des saha­rischen Friedens durch militante Salafisten und dem Wunsch nach einem dauerhaften Frieden in der Region.

Der informative, politische Dokumentarfilm der Regisseurin Désirée von Trotha entstand im Jahr 2012 in Koproduktion mit dem WDR, Redaktion Jutta Krug. Er wurde unterstützt von der FFF Bayern.

Eine Produktion der Münchner CINDIGOfilm GmbH

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EAN: 426-0-319630-02-2

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